Die Weichen bei der SG Südeifel sind auf Zukunft eingestellt. Peter Löw wird in der neuen Saison die 1. Mannschaft der erweiterten SG Südeifel trainieren. Fupa.net hat mit Norbert Röthig, SV Ferschweiler, und Peter Löw gesprochen.

Artikel auf Fupa.net vom 30.03.2020, Autor: Andreas Arens

Wann es auch im heimischen Fußball weitergeht, ist angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus derzeit noch völlig unklar. Nach aktuellem Stand sind im Fußballverband Rheinland bis 20. April alle Spiele abgesagt – von einer (viel) längeren Pause ist aber auszugehen.

Trotzdem treiben viele Vereine ihre Planungen voran. Zum 1. Juli wollen die bisherige SG Südeifel (Ferschweiler/Ernzen), der SV Bollendorf und die SG Irrel/Prüm-Enz die Spielgemeinschaft Südeifel gründen (FuPa berichtete). Vorbehaltlich noch ausstehender Zustimmungen der Mitgliederversammlungen für die neue SG haben die Verantwortlichen mit Peter Löw nun bereits einen erfahrenen Trainer verpflichtet. Der 65-Jährige steht derzeit in Diensten des A-Ligisten SG Mettendorf/Utscheid, hatte dort aber bereits vor Monaten bekanntgegeben, im Sommer nach dann fünf Jahren aufhören zu wollen.

Als „reizvolle, aber auch anspruchsvolle Aufgabe“ stuft Löw das Engagement bei der künftigen SG Südeifel ein. Eine gerade neugegründete Spielgemeinschaft brachte er auch seinerzeit in Badem und Kyllburg (später kam Gindorf hinzu) ans Laufen. 1989 stieg Löw beim damaligen A-Ligisten ein und etablierte die SG binnen seiner 19-jährigen Tätigkeit nach insgesamt drei Aufstiegen in der Rheinlandliga.

Versammlungen sollen im Mai nachgeholt werden

„Wir sind sehr froh, einen solch erfahrenen Trainer mit so viel überkreislicher Erfahrung für uns gewonnen zu haben.“

Norbert Röthig, SV Ferschweiler, im Gespräch mit FuPa. Einst selbst jahrelang als Coach aktiv, ist er momentan Abteilungsleiter Fußball und Kassenwart beim SV Ferschweiler und koordinierte mit Bollendorfs Vorsitzendem Horst Fisch die Trainersuche.

Röthig betont, dass bis jetzt erst beim VfR Irrel die Mitgliederversammlung (mit einem Votum für eine Spielgemeinschaft) stattfinden konnte. Bei den übrigen Clubs der neuen SG sind die Zusammenkünfte Corona-bedingt ausgefallen oder stehen wie im Falle des FSV Ernzen (geplant für Mitte April) noch aus. „Wir hoffen, im Laufe des Mai die Versammlungen nachholen zu können“, sagt Röthig. Eine breite Zustimmung pro SG Südeifel gilt als wahrscheinlich. Einem Engagement von Peter Löw würde dann endgültig nichts mehr im Wege stehen.

Vier Mannschaften sind geplant

Bis Ende kommender Woche wollen Röthig und seine Kollegen in den Vorständen auch weitere Trainerpersonalien für die weiteren Teams klären. Insgesamt planen sie mit vier Seniorenmannschaften – je eine in der B- und C-Klasse sowie zwei in der Kreisliga D.

Eine Kräftebündelung herbeizuführen, um dauerhaft in der B-Klasse zu spielen, ist nicht das Ziel bei der neuen SG. Der Aufstieg in die A-Klasse solle innerhalb von „einem bis drei Jahren“ realisiert werden, so Röthig abschließend.

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