Pressespiegel

Hier findet ihr eine Auswahl an Artikeln, die in den letzten Jahren über unsere SG Südeifel erschienen sind.

Volksfreund-Mitarbeiter Lutz Schinköth zieht ein Fazit zur Hinserie der SG I. 

Florian Reger hat die SG Südeifel Ernzen in die Spitzengruppe der B-II-Liga geführt – und verspürt keinerlei Druck. Im oberen Drittel mitspielen wollten die Vereinigten aus Ernzen und Ferschweiler schon: Dass man aktuell Dritter ist und nur vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer SG Preist hat, überrascht dann aber schon. 

„Unser Anspruch, sich im oberen Drittel der Tabelle zu bewegen, ist bestätigt worden. Persönliches Ziel war, dass wir einen Zwei-Punkte-Schnitt einfahren. Den haben wir aktuell nicht ganz erreicht (die SG hat 29 Punkte aus 15 Spielen, d. Red.) , dennoch bin ich recht zufrieden.“ Das Zwischenfazit von Florian Reger, der kurz vor der Saison das Ruder vom in die A-Liga Trier/Saarburg zur SG Welschbillig/Kordel abgewanderten Klaus Grüber übernahm, fällt zufriedenstellend aus. 

Die Erfolgsformel:  Als Gründe für den bisherigen Erfolg nennt Reger Moral, kämpferische Einstellung und Trainingsfleiß. „Bei den Trainingseinheiten sehe ich regelmäßig zwischen 15 bis 20 Leute – der Zusammenhalt ist schon sehr groß. Zudem bin ich froh, mit Marius Diederich einen topmotivierten Kapitän und Führungsspieler zu haben. Er geht die weiten Wege, krempelt die Ärmel hoch und überzeugt auch noch spielerisch.“ Comeback-Qualitäten verhalfen dem in der jüngeren Vergangenheit nie über Mittelfeldplätze hinauskommenden Team zu großer Stabilität. So drehten die Südeifel-Kicker jeweils in Unterzahl Rückstände gegen die SG Karlshausen und auch gegen die SG Nimstal (jeweils 2:1).

Systemumstellung:  Die Weiterentwicklung sei unverkennbar, sagt der Trainer. Zudem lobt der 30-Jährige die Anpassungsfähigkeit des Teams. „Wir spielten anfangs die Dreierkette, haben gemerkt, dass wir da nicht so sicher agierten und haben dann noch mal umgestellt auf Viererkette.“ Die gebe mehr Sicherheit sowohl im Spiel nach vorn als auch gegen den Ball. Welche Chancen sieht Reger im Titelkampf für seine Mannschaft? Der Dreikampf werde weitergehen, Neidenbach ist nach Aussage von Reger das etwas bessere und stabilere Team als Preist, doch davon eigene Titelambitionen abzuleiten, wäre in den Augen des Körperichers fatal: „Wir müssen ganz oben kein Wörtchen mitreden. Irgendwelche Titeläußerungen wird man von mir nicht hören. Wir denken von Spiel zu Spiel und wollen so viele Punkte wie möglich sammeln und uns dann überraschen lassen, was möglich ist.“ Dass es bereits Mitte November in die Winterpause gegangen ist, sieht Reger nicht so dramatisch. „Ich sehe das zwiespältig. Zum einen hätte ich gerne weitergespielt aufgrund der jüngsten vier Siege in Folge, die einen gewaltigen Aufschwung gebracht haben. Auf der anderen Seite haben wir aber auch gemerkt, dass es während der Woche im Training gewisse Ermüdungserscheinungen gab. Da fehlte bei einigen schon die Power.“

Personalpläne:  Um im Kampf mit den beiden führenden Teams mitzuhalten, bedarf es Reger nach einer starken Kollektivleistung direkt in den ersten Spielen nach der Winterpause. Nachjustieren wird man in der Südeifel eher nicht. Reger: „Bisher gab es von Trainerseite aus noch keine Gespräche mit potenziellen Neuzugängen. Ob die Vorstände dort was planen, entzieht sich meiner Kenntnis. Fakt ist, dass wir einen 16-Mann-Kader haben, der zu keinen großen Sprüngen berechtigt, zumal Jannik Iskes Rückkehr nach der Pause fraglich ist, da er einen Teilabriss am Kreuzband auskurieren muss. Ich selbst werde aller Voraussicht nach wieder spielen können, habe den Muskelfaserriss weitgehend auskuriert.“

Spielstärke weiter verbessern:  Reger definiert seine Mannschaft über das Spielerische. „Wir wollen über ein sehr gut stehendes Mittelfeld den Spielaufbau dirigieren. Ich bin kein Freund davon, dauerhaft lange Bälle spielen zu lassen.“ Da jeder jeden schlagen kann und häufig die Tagesform entscheidet, sieht Reger die B-II-Liga nicht mehr als so spielstark an wie in den letzten Jahren. „Bei uns in der Klasse geht viel über den Kampf. Wir spielen häufig gegen tiefstehende Gegner.“

Trierischer Volksfreund/Fupa Rheinland, Foto: H. Krämer

Erschienen im Trierischen Volksfreund am 28.10.2018. Autor: Lutz Schinköth
 
Kreisliga B II: SG Südeifel Ernzen gewinnt mit 2:1 beim Tabellenführer SG Preist.

Nach der zweiten Saisonniederlage ist Ligaprimus SG Preist/Orenhofen weiter unter Druck geraten und musste die Konkurrenz dichter an sich heranrücken lassen. Die Vereinigten aus Ernzen und Ferschweiler entführten beim 2:1 auch noch völlig verdient die Punkte.

Die Gäste beendeten ausgerechnet beim Tabellenführer ihre vier Spiele andauernde Sieglosigkeit. Mit dem nun sechsten Saisonerfolg rückt die sehr couragiert und kompakt auftretende SG Südeifel bis auf vier Punkte an Preist heran. So freute sich Trainer Florian Reger auch diebisch über die Punkte: „Wir waren sehr diszipliniert und die bessere Mannschaft.“ Nach ausgeglichener erster Halbzeit übernahmen die Gäste nach Wiederbeginn das Kommando und spielten ihre Schnelligkeit in Umschaltsituationen auch nutzbringend aus. Regers Plan ging auf. „Die Jungs haben die taktischen Anweisungen zu 100 Prozent umgesetzt. Wir standen in der Viererkette sicher, haben das Zentrum zugemacht und mit den Nadelstichen über Hajo Hari Brandherde legen können.“

Hari spielt seine Schnelligkeit aus

Dabei sollte der Ligaprimus das Spiel eigentlich in die Hand nehmen. Ex-Trainer Harald Marbach sollte im zentralen Mittelfeld als Taktgeber fungieren und die Spitzen effektiv einsetzen. Doch über weite Strecken lief die Partie an Marbach vorbei. Lediglich in der Schlussphase, als es bereits 0:2 stand, hatte der frühere Prümer, Pirmasenser  und Salmrohrer Oberligaspieler Chancen auf 1:2 zu verkürzen. Zwar nutzte Erik Altenhof nach einem Schlenzer Marbachs vier Minuten vor Schluss eine Unsicherheit von Ernzens Torwart Thorsten Wagner per Abstauber zum 1:2, doch der Treffer fiel zu spät. Ernzen agierte durch den kurzerhand reaktivierten Christian Esch in der Abwehr sehr konzentriert und gefiel durch schnelle Aktionen im Mittelfeld, weil Kapitän Marius Diederichs und Matthias Bojung  das Spiel immer wieder antrieben. Der junge Hari bewies in einigen Situationen, dass er zu den schnellsten Stürmern der Liga zählt, und entwischte seinen Bewachern ein ums andere Mal. Der 19-Jährige hatte kurz vor dem Führungstor von David Zunker, der freistehend aus zehn Metern abzog (67.), bereits die Chance zum 1:0, doch Preists Keeper Sebastian Hansjosten hatte die Hand noch dran. Doch einen Moment später war der Keeper machtlos, als ein Befreiungsschlag aus der eigenen Abwehr bei Hari landete, dieser 30 Meter im Vollsprint zurücklegte und anschließend abgezockt einnetzte – 0:2 (75.).

Krütten: „Es gibt einiges aufzuarbeiten“

Hätte Hansjosten beim Herauslaufen nicht so gut reagiert, als Hari erneut brandgefährlich vor dem Preister Tor auftauchte, hätte es vermutlich schon vier Minuten später 0:3 gestanden. Der Tabellenführer agierte insgesamt ohne hohes Tempo, ließ die Präzision beim letzten und auch vorletzten Pass vermissen und besaß auch keine Ideen, sodass sich die solide Abwehr der Gäste immer wieder mühelos aus Drucksituationen befreien konnte. So sah Preists Trainer Dieter Krütten auch eine eher überschaubare Leistung seiner Mannschaft. „Spielerisch war das heute eine Katastrophe. Uns hat die Mentalität gefehlt, so dass der Sieg von Ferschweiler absolut in Ordnung geht. Sie waren giftiger, galliger und bissiger. Für uns ist momentan jedes Spiel ein schweres Spiel, und spielerisch hat jede Menge gefehlt. Es gibt einiges aufzuarbeiten.“

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Die SG I schlägt Nimstal in Unterzahl verdient mit 2:1. Der TV war vor Ort und berichtete in seiner Montagsausgabe…

„Kreisliga B II: Kurz vor Schluss macht die SG Südeifel-Ernzen im Nachbarschaftsduell gegen die SG Nimstal-Messerich in Unterzahl den Sieg perfekt…“ Zum Artikel und zur Bildergalerie auf Fupa.net

Ihre Mannschaft steht kurz vor dem Saisonfinale auf Platz fünf. Sind Sie damit zufrieden?

GRÜBER Das ursprüngliche Ziel, unter die ersten drei zu kommen, haben wir nicht ganz erreicht und uns etwas mehr versprochen. Es wäre wesentlich mehr möglich gewesen, wenn alle Personalprobleme ausgeblieben wären. So waren wir über die gesamte Saison hinweg arg gebeutelt und von Verletzungen geplagt. Die Abstände im Mittelfeld sind gering, so ist der fünfte Platz auch okay. Das Fehlen von Christian Esch und die nicht vorhandene Breite im Kader haben sich negativ ausgewirkt. So waren Mannschaften wie Speicher, Mettendorf oder Preist eben enorm stark.

Jetzt steht das Saisonfinale gegen die SG Koosbüsch an. Die brauchen ja auch noch einen Sieg, um sicher zu gehen.

GRÜBER Ja, ich kenne die Situation mit den Spruchkammerurteilen (siehe Artikel rechts, d. Red.). Das ist eine sehr komplizierte und sowohl für Stahl als auch für Koosbüsch unangenehme Situation. Ich denke, dass die Partie für mich emotional werden wird, weil es ja mein letztes Spiel als Trainer der SG Ferschweiler ist. Wir wollen uns mit einer guten Leistung aus der Saison verabschieden. Die Spielerdecke ist allerdings dünn, Christian Esch, der wohl auch sein letztes Spiel bestreiten wird und dann mit dem Fußball wohl aufhört, ist aber noch mal dabei. Wir werden nichts abschenken.

Die Zeichen stehen auf Abschied. Was machen Sie nächste Saison?

GRÜBER Die Mannschaft ist seit November darüber informiert, dass ich zum Saisonende aufhöre. Ich habe ein Angebot der SG Kordel/Welschbillig angenommen. Das ist eine interessante, reizvolle und spannende Aufgabe, mal einen A-Ligisten aus einem anderen Spielkreis zu trainieren. Ich hatte gute Gespräche und freue mich auf meine neue Aufgabe. Mein Nachfolger in Ferschweiler wird der 29-jährige Florian Reger. Er spielte früher für die SG Geichlingen. Ich drücke ihm natürlich beide Daumen. 

Fieberkurve

Ein Fazit zur Hinserie von Lutz Schinköth (Trierischer Volksfreund).

Statt im Titelrennen ist die SG Ferschweiler/Ernzen diesmal lediglich im Mittelfeld der Kreisliga-B-II-Tabelle zu finden.  Weil Trainer Klaus Grüber teilweise eine komplette Mannschaft ersetzen musste und die Ausfälle nie kompensiert werden konnten, rückt man in der Südeifel von den ursprünglich formulierten Saisonzielen ab.

Platz sieben ist sicherlich nicht das, was sich das Trainerteam um Klaus Grüber vor der Saison erwartet hatte. Der Coach, der im Sommer von der aus der A-Liga  abgestiegenen SG Badem II ins Felsenland wechselte, betont, dass ihn die lange und üppige Ausfallliste enorm belastet. „Schon vor der Saison war uns allen klar, dass schon alles passen müsste, wenn wir die ehrgeizigen Ziele realisieren wollten. Früh zeichnete sich ab, dass dies unmöglich ist.“ Christian Esch, der 15 Jahre in Badem Rheinlandliga spielte, fiel drei Monate lang aus. „Christian ist ein Schlüsselspieler für uns. Ist er nicht dabei, fehlen Abstimmungen und Kommandos von hinten raus. Er ist neben Kapitän Marius Diederichs der Führungsspieler bei uns“, verrät Grüber.  Mit Kreuzbandrissen legten Stephan Schwaller und Jannik Iske bereits im Sommer eine Auszeit ein – gleiches gilt für Frank Prunella. Als mit Esch, den zwei Torleuten Marius Kaufmann und Matthias Urbany, Matthias Mossal, Pjotr Stanczek, Marius Heck, Andreas Müller, Niklas Pauly, Jens Schackmann und Matthias Schuster weitere zehn Spieler dazu kamen, war das Verletzungspech vollkommen. „Teilweise bis zu zwölf Ausfälle haben wir nicht mehr geschultert bekommen. Da war es schwer, die Spannung für einen Kampf um die besten Plätze so lange hochzuhalten. Es gab nur wenige Alternativen. Es ist enorm viel zusammengekommen.“ Nimmt man den 2:0-Sieg in Messerich aus, blieben die Vereinigten aus Ferschweiler und Ernzen vier Spiele lang ohne Sieg.

Kleine Trainingsgruppe lässt kein richtiges Arbeiten zu

Anstatt sich mit Spitzenteams, wie Speicher, Mettendorf oder Preist zu messen, wurden Neuerburg, Wolsfeld, Waxweiler, DIST und Eschfeld zu Konkurrenten auf ähnlichem Niveau. „Ja, das sind jetzt die Mannschaften, die unserer Kragenweite entsprechen. An guten Tagen, wie das Spiel in Wolsfeld beweist, können wir auch Mannschaften aus dem oberen Drittel schlagen, aber die Kontinuität ist nicht da und das Selbstvertrauen ist ein bisschen angekratzt.“ Für Grüber ist es ein Problem, wenn viele Spieler auch im Training fehlen und er seine Inhalte nicht zielgerichtet umsetzen kann. „Mit der dann relativ kleinen Trainingsgruppe kann ich auch nicht so arbeiten, als wenn es 17 oder 18 Leute auf dem Platz sind.“ Gegen so genannte „machbare“ Gegner kam man über Remis nicht hinaus oder unterlag sogar. Beim 1:1 gegen Koosbüsch kassierte die Grüber-Elf kurz vor Schluss den Ausgleich. Gegen Stahl (2:2) fehlte die Qualität und war ohnehin „froh, überhaupt gepunktet zu haben“. Und gegen DIST (0:3) nutzte man zwei klare Torchancen nicht. Stattdessen fabrizierte man zwei Eigentore und offenbarte ein „schlechtes Abwehrverhalten“, so der Coach. Dennoch zeigt das Formbarometer kurz vor der Winterpause wieder nach oben. Beim 2:0-Auswärtserfolg bei der SG Nimstal Wolsfeld sprach Grüber auch von Glück. „Wir haben eine gute Reaktion gezeigt, ergebnistechnisch hat das alles gepasst, doch nach der Gelb-Roten Karte für Christian Esch mussten wir 40 Minuten in Unterzahl spielen. Ein Konter führte zum 2:0.“

Bloß nicht in Konter laufen

Mit Daniel Schink nutzte ein Neuzugang die Gunst der Stunde und spielte sich in die Stammelf. „Daniel hat die Erwartungen sogar noch übertroffen und ist zu einer Verstärkung geworden. Er arbeitet viel, ist sehr fleißig und mit sechs Toren auch der derzeit Treffsicherste im Team.“ Auch haben Pascal Brück und Fabian Molitor einen Sprung gemacht. Der im Vorjahr komplett auf Eis liegende Karl Ewerhart hat sich wieder reingekämpft und stehe in der Viererkette „absolut seinen Mann“. Zum letzten Heimspiel gegen Waxweiler (Sonntag, 14.30 Uhr) hofft der Coach auf eine konzentrierte Leistung in der Defensive: „Wir dürfen gegen Waxweiler nicht in Rückstand geraten, um dann Konter zu vermeiden. Das ist eine gute und offensivstarke Mannschaft, die zweimal aufgestiegen ist. Wir wollen das Spiel gewinnen.“ (L.S.).

Autor: Lutz Schinküth

Erschienen im Trierischen Volksfreund am 08.12.2017 und auf FuPa [URL]: https://www.fupa.net/berichte/fsv-ernzen-weit-weg-von-ehrgeizigen-zielen-1056885.html

Erschienen im Anstoss-Magazin

Kreisliga B II: SG Ferschweiler peilt wieder Platz weit vorne an – Esch als Stabilitätsfaktor

Erschienen im Trierischen Volksfreund

Nach vier Jahren Badem hat Klaus Grüber eine neue Herausforderung gesucht und gefunden. Er kehrt an seine einstige Wirkungsstätte zurück. Nach dem gefeierten Klassenerhalt mit Badem II in der A-Liga sollte eigentlich ein Jahr Pause folgen, doch der Zollbeamte fand über Vereins-Urgestein Norbert Röthig nach Ernzen zur SG Südeifel zurück. 

Nach dem Klassenerhalt mit Badem II hatte Ernzens bisheriger Trainer Norbert Röthig – heuer im SG-Vorstand – Grüber kontaktiert. „Norbert, gegen den ich früher lange Jahre selbst gespielt habe, fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, auf den Berg zu kommen. Es war ja sein Wunsch, kürzer zu treten. Ich sagte nach ein paar Tagen zu“, beschreibt Grüber die Situation zum Saisonende. „Jetzt freue ich mich über die neue Herausforderung, ich wollte mittelfristig sowieso mal eine erste Mannschaft trainieren.“

Nach sechs Wochen Vorbereitung mit „einer überragenden Trainingsbeteiligung“ misslang der Saisonstart jedoch. Dem klaren 0:5 im Kreispokal gegen A-Ligist Irrel folgte ein 1:2 zum Punktestart in Utscheid. „Gegen Irrel waren wir personell nicht gut besetzt und mussten gegen ein absolut dominantes Team früh die Segel streichen. Das war aber kein Beinbruch, doch das 1:2 in Utscheid hat mich persönlich schon sehr enttäuscht.“ Grüber monierte zu wenig Biss und Leidenschaft, packt sich aber auch selbst an die Nase: „Teilweise habe ich auch falsch aufgestellt.“ Sein Team wurde klassisch ausgekontert.
Dennoch ist Grüber von der Leistungsfähigkeit seiner Mannschaft überzeugt. So habe man in Ernzen und Ferschweiler eine gute Mischung aus Jung und Alt beieinander. Mit dem Ex-Bademer Christian Esch und dem früheren Salmrohrer Frank Prunella hat die SG herausragende Routiniers im Team. „Christian Esch dirigiert, coacht und leitet an, uns ist mit ihm eine Riesenverpflichtung gelungen. Er kann den vielen jungen Spielern in jeder Lage helfen.“ Prunella dagegen hat eine Zeit lang nicht gespielt und müsse noch an der Fitness arbeiten. Die Erfahrung, das Passspiel und das Stellungsspiel seien nicht zu ersetzende Faktoren, sagt Grüber. „Beide Spieler tun wohl jedem B-Ligisten gut.“ Der regionale Bezug ist gewährleistet, denn Esch hat in Ferschweiler gebaut und Prunella wohnt in Irrel.

Drei Leistungsträger fehlen derzeit noch: Kapitän Matthias Schuster war vier Wochen nicht dabei, trainiert jetzt aber wieder, Matthias Bujung musste einen grippalen Infekt auskurieren und Marius Diederich ist nach Knieproblemen noch nicht bei 100 Prozent.
Der neue Coach erwartet nach dem 6:0-Sieg gegen Wissmannsdorf nun auch in Burbach ein ordentliches Auftreten: „Wenn jeder seine Position hält und die richtige Einstellung zeigt, können wir den Schalter rechtzeitig umlegen.“

Am 7. Oktober begeht der SV Ferschweiler seinen 95. Geburtstag. Gefeiert wird im Rahmen des Oktoberfestes.
„Der Verein hat eine lange Tradition, ist gut geführt und besitzt mit dem Felsenstadion eine Spielstätte mit Flair. Das sollte schon Spaß machen.“ So soll die Rückkehr für Grüber nach 26 Jahren (spielte damals hier in der A-Jugend) erfolgreich beginnen und weitergehen.

L.S.

Erschienen im Trierischen Volksfreund

Top-Saison vom Vorjahr bestätigenNorbert Röthig will mit Ferschweiler seine Spielidee verfeinern

Nach dem Fastabstieg vor zwei Jahren hat die SG Ferschweiler/Ernzen im Vorjahr mit Platz drei einen Quantensprung vollzogen. Mit einem  fast perfekten Start will der engagierte Coach Norbert Röthig in dieser Saison seine Spielidee weiter verfeinern und mit den jungen Leuten das famose Vorjahresergebnis bestätigen. Volksfreund-Mitarbeiter Lutz Schinköth sprach mit dem Coach.

Ferschweiler. Befragt man Norbert Röthig, wie es ihm gelungen ist, die erfolgreiche Saison mit in die jetzige zu transportieren, hat der erfahrene Coach gleich mehrere Antworten parat. „Wir spielen jetzt schon ein Jahr so zusammen, haben unsere Spielidee verfeinert und auch von der Spielorganisation einen Schritt nach vorn gemacht. Die Abwehr steht organisierter, weil fast das gleiche Personal für mehr Eingespieltheit sorgt. Auch spieltechnisch sind wir auf einem besseren Weg, wenngleich es dort noch Baustellen gibt.“ Die Gründe für den guten Start liegen also auf der Hand. Mit Yannick Meier-Prümm verfügt Ferschweiler über einen sehr guten Torwart, der „uns mehrfach schon vor Rückständen bewahrt hat“. Auch die Konter würde die Mannschaft entschlossener und mit mehr Tempo fahren, meint Röthig. „Jeder Spieler ist ordentlich austrainiert und hat Luft, über 90 Minuten zu gehen.“ Der Kader ist gegenüber dem Vorjahr fast identisch geblieben. Einziger externer Neuzugang ist David Zunker. Der ehemalige Irreler verteidigt rechts und ist nach seiner Schulter-OP im letzten Jahr noch nicht bei hundert Prozent. Marius Kaufmann und Fabian Molitor kamen aus der A-Jugend ins Team. Norbert Röthig: „Marius ist ein junger Torwart, der auf einem sehr guten Weg ist, er bekommt Einsätze in der zweiten Mannschaft und Fabian bringt eine hohe Geschwindigkeit mit, doch die Abgeklärtheit vor der Tor fehlt ihm noch. Er ist etwas zu ungestüm manchmal.“ Angesprochen auf die Chancen, ob sein Team die Arrivierten gefährden könne, sagt der Coach: „Preist und Schleid sind für mich die Topmannschaften. Ich sehe uns noch nicht auf deren Niveau.“ Dennoch hat Röthig ein ehrgeiziges Credo formuliert. „Wir versuchen jedes Spiel zu gewinnen und wollen schon so lange wie möglich da oben mitspielen, eine ähnlich gute Bilanz wie im letzten Jahr erreichen.“ Wenn dann der bis dato noch angeschlagene Stephan Schwaller hinzukommt, wird es noch mal einen Qualitätsschub geben. Der Stürmer traf im Vorjahr aus allen Lagen und wurde Zweiter in der Torjägerliste. Worauf sich Röthig besonders freut, sind natürlich die Derbys gegen die Nachbarvereine. Im Derby gegen Prüm-Enz war man nahe am Remis dran, führte sogar, doch bekam den Irreler Sturmdirigenten David Klein nicht in den Griff. „Diese Derbys sind immer interessant und attraktiv, man muss sich in jedem Spiel neu beweisen. Da wollen wir den Zuschauern einen ordentlichen Fight bieten.“ Zu diesen Spielen zählen auch die gegen Schleid und Preist. Derzeit kann der Trainer bis auf zwei Ausnahmen aus dem Vollen schöpfen. Offensivkraft Schwaller hatte sich den Innenmeniskus gerissen und war vor fünf Wochen operiert worden. In vier Wochen wird er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Karl Ewerhart laboriert noch immer an den Folgen eines Kreuzbandrisses und wird wohl bis zum Frühjahr ausfallen. Nachdem Knallerspiel in Preist, das mit 1:3 verloren wurde, wird die SG Ferschweiler nun mit dem SV Schleid den Zweiten der großen Favoriten empfangen.

(L.S.)

Erschienen im Trierischen Volksfreund

SG Ernzen/Ferschweiler weiter auf der Überholspur

Und plötzlich ist Ernzen da! Im Vorjahr dem Abstieg auf den letzten Metern geradeso entgangen, mischt die SG Ernzen/Ferschweiler unter ihrem neuen Trainer Norbert Röthig plötzlich im Titelrennen mit und ist momentan auf Platz zwei notiert. Der Volksfreund hakte nach und sprach mit dem Trainer über die Hintergründe des Erfolges.

Ernzen/Ferschweiler. Norbert Röthig zeigt sich hocherfreut über die jüngste Entwicklung bei seinem Heimatverein. Weil das Team nicht wie in den Vorjahren irgendwo im Niemandsland ein eher unauffälliges Dasein fristet, sondern im elitären Bereich der Tabelle angesiedelt ist, kommen nicht nur von den eigenen, oft sehr kritischen Anhängern neugierige Fragen auf. „Wir hatten eine optimale Sommervorbereitung mit dem gesamten Kader, der sich ja nur durch Yannick Meier-Prümm und Matthias Bojung ergänzt hat. Hinzu kommen das bessere Funktionieren des neuen Spielsystems und die Verletzungsfreiheit“, führt Röthig plausible Gründe für den dauerhaften Aufschwung an. Vor allem funktioniere die neu einstudierte Viererkette gut. „Die Abwehrformation hat sich komplett geändert – das System nach vorn ist flexibler ausgerichtet. Mal spielen wir mit drei, oder mal mit zwei, ein anderes Mal mit nur einer Spitze. Ich muss den Jungs ein großes Kompliment dafür machen, dass sie das so gut umgesetzt haben bisher.“ Im Konkreten Fall heißt das, dass die Außenverteidiger ins Spiel nach vorn besser eingebunden sind und dadurch mehr Druck ausgeübt werden kann. Nach dem erfolgreichen Saisonstart hat sich in Ernzen eine homogene Mannschaft entwickelt, die nun schon im vierten Jahr so zusammenspielt. „Für die Mannschaft war und ist es ganz wichtig, dass der Druck gegen den Abstieg weg ist. Die Jungs spielen ohne negative Hintergedanken, das nächste Spiel wieder in den Sand zu setzen und dann abstiegsgefährdet zu sein“, betont Norbert Röthig, der noch immer einen hohen Trainingsbesuch verzeichnet. Darüber hinaus gibt es viele Spieler, die Tore erzielen können. Die nicht wenigen Tore nach Standardsituationen sind dem intensiven Torschuss- und Freistoß sowie -Eckentraining geschuldet. „Wir erarbeiten alles mit dem Ball. Dass heißt, gruppentaktische Elemente, Übungen für einen verbesserten Spielaufbau, das Kombinationsspiel und die Ballkontrolle sind Teil meiner Philosophie.“ Wer den Trainer länger kennt, weiß, dass eine Affinität zum Pressingsspiel besteht. „Wir wollen hohe Pressinganteile haben im Spiel, um mit wenigen Kontakten nach vorn zu kommen“, will Röthig seinen vielen pfeilschnellen Spielern den Überraschungsmoment bieten. Seine Mannschaft ist das derzeit auswärtsstärkste der Liga. „Wir sind auf schnelle Ballgewinne aus und gehen oft in Führung, Dann muss der Gegner kommen und wir können die freien Räume nutzen. Das Umschaltspiel klappt oft schon gut“, nennt der Coach Gründe für deren Auswärtsstärke. Röthig sieht sein Team mittlerweile auf Augenhöhe mit den Arrivierten der Liga. Trotz des jüngsten 4:1-Sieges gegen den Überraschungsaufsteiger SG Preist/Orenhofen hat er Kyllburg und auch Preist auf lange Sicht vorn dabei, Ringhusheid werde dagegen noch abfallen. „Kyllburg hat spielerische Klasse und die Rheinlandligaelf hinter sich, Preist hat eine gute Defensive und große individuelle Klasse, doch wir wollen schon noch ein bisschen dranbleiben (lacht). Mit Bollendorf und Ringhuscheid stehen noch interessante und schwere Aufgaben in der Hinrunde an. Röthig macht den Erfolg auch an der Lern- und Kritikfähigkeit des Teams fest. „Die Spieler sprechen viel miteinander, sie wollen von sich aus eine gewisse taktische Disziplin einhalten und immer was dazulernen.“ Mit den beiden 31-Jährigen Manuel Padilla und Matthias Mossal sowie den Routiniers Marius Diederichs und Stephan Schwaller hat Ernzen auch richtige Strategen im Team. Ein so junger Torwart wie Yannick Meier-Prümm strahle bereits eine stoische Ruhe aus und hat „sich in Vertretung des verletzten Matthias Urbany glänzend entwickelt. Nur in der Chancenverwertung müssen wir noch effektiver werden. Die Mannschaft muss noch lernen, nach eigenen Führungen souveräner damit umzugehen.“ Die SG gastiert am Sonntag um 14.30 Uhr bei Röthigs früherem Verein SV Bollendorf.

(L.S.)

Erschienen im Trierischen Volksfreund

Norbert Röthig hat bei seinem Heimatverein Ernzen/Ferschweiler das Traineramt übernommen.

Eigentlich sollte der Abschied aus dem Trainergeschäft für immer sein. Weil aber der Heimatclub anrief, ließ sich der Ferschweilerer Norbert Röthig zu einem Comeback überzeugen. Vor fast eineinhalb Jahren hatte Röthig beim SV Bollendorf seinen leisen Abschied verkündet. Nun ist der Trainerfuchs wieder da – beim ambitionierten B-Ligisten in Ernzen und Ferschweiler.

Ferschweiler. Norbert Röthig hatte bis 2003 den damals aus der A-Klasse abgestiegenen Verein aus Ernzen und Ferschweiler trainiert und heuerte anschließend bei der  noch eigenständigen SG Geichlingen/Körperich an. Zwei Jahre vergingen, ehe sich Röthig seiner neuen „Liebe“ SV Bollendorf annahm. Aus einer Saison des Neuaufbaus wurde dann siebeneinhalb.
„Es war eine lehrreiche Zeit mit vielen schönen Erinnerungen. Doch danach war die Zeit gekommen, als Trainer ade zu sagen. Eigentlich wollte ich nichts mehr machen, trainertechnisch gesehen“, blieb Röthig damals eisern. Doch nach jetzt über einem Jahr rief der Heimatverein an. „Der Club hat angefragt, nach dem Abschied von Peter Zeimens noch ein letztes Mal den Trainerposten zu übernehmen. Dem Heimatverein zuliebe sagte ich zu“, erinnert sich Norbert Röthig an die hektischen Wochen im Frühsommer.

Acht lange Jahre hatte der erfahrene Trainer in Ferschweiler gearbeitet. Die Erwartungen waren fast immer zu hoch. „Die SG konnte den hohen Ansprüchen fast nie Genüge tragen. Wir hatten in den letzten Jahren hier immer Talente gehabt mit einer guten Ausbildung in der Jugend, doch es nie richtig geschafft, dauerhaft oben mitzuspielen.“

Zwei Monate arbeitet Röthig nun mit den Jungs aus seinem Heimatverein. „Wir wollen einen attraktiven, modernen Fußball spielen. Die Truppe ist hochmotiviert und lernbereit“, beton der neue Coach. Mit dem Team habe er mit der Einführung der Viererkette und zwei defensiven Mittelfeldspielern im 4-2-3-1 ein neues taktisches System trainiert. „Das klappt von Spiel zu Spiel besser, doch unser großes Manko ist der etwas zu kleine Kader. Wenn ein, zwei Leute hinten ausfallen, gerät das System in Schieflage“, mein Röthig.

Talente gibt es derweil genug. Mit seinem Neffen Marius Diederich, Yannick Iske, Matthias Schuster oder Michael Faber stehen etablierte Spieler bereit. Auch Julian Molitor, Routinier Stephan Schwaller, Matthias Bojung oder der junge Torwart Yannick Meier-Prümm sind auf dem Weg, Leistungsträger zu werden. „Wir müssen es jeden Sonntag lernen, unser Potenzial auf den Platz zu bringen. Steigern wir uns in taktischer und spielerischer Hinsicht, können wir eine gute Saison spielen“, sagt der Übungsleiter, der seine Mannschaft im guten Mittelfeld sieht.

Die ältesten Spieler sind der 31-jährige Matthias Mossal und der 32-jährige Manuel Padilla. „Der Mannschaft gehört zweifelsohne die Zukunft. Deshalb gebe ich ihr die Zeit, sich zu entwickeln.“ Mittelfristig gehöre die Mannschaft in die A-Liga, doch überstürzen will Norbert Röthig nichts. „Mit Schwaller und Diederich haben wir richtig gute Techniker im Team und eine hohe individuelle Qualität. Das sind auch mannschaftsdienliche Spieler, die jedoch in der jüngsten Vergangenheit mit Verletzungen pausieren mussten.

Die Kameradschaft wird in Ernzen und Ferschweiler groß geschrieben. „Wir schätzen unser treues und euphorisches Publikum. Hier wird eine gewisse Fußball-Athmosphäre spürbar. Die Leute spüren, wenn sich jemand reinhängt oder es aber schleifen lässt.“ Das bislang beste Spiel machte Röthigs neuer Club gegen die SG Herforst. Spieltaktisch war man in der ersten Halbzeit unterlegen, doch in Halbzeit zwei habe man gekämpft und das Spiel mit Leidenschaft dann doch für sich entschieden.

Der Start in die neue Saison sei recht ordentlich verlaufen – gegen Kyllburg aber musste das im Vorjahr lange gegen den Abstieg kämpfende Team die spielerische Überlegenheit des Gegners anerkennen. Nach der knappen 1:2-Niederlage beim Stahler SC erwartet die Röthig-Elf nun den Derbykonkurrenten aus Echternacherbrück. „Auch wenn Kreativität und Kaltschnäuzigkeit vorm Tor manchmal noch fehlen hat die Mannschaft den Anspruch zu kämpfen, zu beißen, aber stets diszipliniert zu sein“, fordert Heimkehrer Röthig klassische Tugenden ein.

Erschienen im Trierischen Volksfreund

Spitzenreiter dank Kullertor

Der Aufsteiger ist neuer Spitzenreiter: Durch einen 2:0-Erfolg im Spitzenderby gegen die SG Ernzen ist Irrel am Gipfel angekommen. Doch Trainer Thomas Adam musste einen Wermutstropfen ertragen: Stürmer David Klein wird der Mannschaft durch eine Rote Karte im Titelendspurt fehlen.

Irrel. Das Derby lebte nicht von spielerischen Glanzpunkten oder einer tollen Torfolge. Bereits nach 20 Minuten wurde den 200 Zuschauern klar, dass hier nur derjenige gewinnen wird, der die wenigsten Fehler im Defensivbereich verursacht. Da die Abwehrreihen weitestgehend geordnet operierten, geschah auf beiden Seiten vorne so gut wie nichts.
David Klein hätte die Gastgeber in der ersten Hälfte ebenso wie sein Mannschaftskamerad Thomas Schlich in Führung bringen können. Marius Diederich zögerte auf der anderen Seite im 16er zu lange, als er freie Schussbahn hatte. Nach 20 Minuten kam Ernzen dann aber immer besser in die Partie und übte mehr Druck aus. Diederich hätte beinahe einen Irreler Abwehrfehler ausgenutzt, doch sein Ball war zu unplatziert. Kurz vorm Pausentee hatte Schlich nur noch Ernzen-Keeper Thorsten Wagner vor sich – der aber klärte per Spagat.
Nach dem Seitenwechsel fühlte sich das Spiel dann zunächst wie ein klassisches Null-zu-Null an. Ein Kuriosum sorgte dann aber dafür, dass es doch noch Tore zu bejubeln gab: Ernzens Torwart Wagner setzte den Ball ohne Not an den Rücken von Manndecker Patrick Lorse. Von dort kullerte er ins verwaiste Tor – 1:0 (55.).
Die Mannschaft aus Irrel bekam in den folgenden Minuten mehr Sicherheit ins eigene Spiel – ohne aber zu glänzen und den Deckel draufsetzen zu können. Auf der anderen Seite reagierte Ernzen beim Abschluss insgesamt zu zaghaft, auch weil Irrels eifrige Defensivarbeiter in diesem Spiel kaum Zuordnungsprobleme offenbarten.
Die erwartete Schlussoffensive der Ernzener fiel dann recht enttäuschend aus – mehr als ein Schuss von Kapitän Matthias Schuster von der Strafraumgrenze sprang nicht heraus. Der längere Atem in dieser bestenfalls mittelmäßigen Partie war aufseiten der Adam-Elf, die in der Nachspielzeit durch den aufgerückten Ralf Scholtes den entscheidenden Moment auf ihrer Seite hatte. Dieser war erst acht Minuten zuvor eingewechselt worden und besorgte nach einem Konter das 2:0 für die Irreler (90./+4), die sich nach dem Patzer von Bollendorf den Platz an der Sonne sicherten.
Siegertrainer Thomas Adam war am Ende dennoch unzufrieden: „Die Rote Karte für David Klein wiegt sehr schwer. Mit seinem Vorstrafenregister wird er wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Das schwächt uns im Meisterkampf. Wir müssen sehen, wie wir das kompensiert bekommen.“ Für die Ernzener dürfte der Zug in Richtung A-Liga wohl abgefahren sein.

SG Irrel: Wagner – Ferring, Bourscheidt, Schrauf, Ludwig – Denter, Alles, Bermes (82. Scholtes), Marx (20. Bares, 90. Schmid) – Klein, Schlich.

SG Ernzen: Wagner – Spohrer (70. Bojung), Lorse, Mossal, D. Padilla (70. Pauly) – Eickelpasch, Schuster, Schmitz, Schmitt (20. Husch) – M. Padilla, Diederich.

Tore: 1:0 Patrick Lorse (Eigentor, 55.), 2:0 Ralf Scholtes (90./+4).
Schiedsrichter: Franz-Josef Maus (Daleiden)
Zuschauer: 200.

Besondere Vorkommnisse: Irrel-Spieler Martin Marx musste nach einem Zusammenprall mit Timm Schmitt mit einer Platzwunde ins Krankenhaus gebracht werden; Rote Karte für David Klein (Irrel) wegen Nachtretens in der 87. Minute.

Erschienen im Trierischen Volksfreund

Nach Punkten gleichgezogen hat die SG Ernzen nach dem durchaus verdienten 2:1-Erfolg gegen die Bezirksliga-Reserve des FC Bitburg. Im Verfolgerduell sahen nur 40 Zuschauer bei eisigen Temperaturen eine gutklassige Partie auf technisch hohem Niveau.

Bitburg. Der Spielausfall der ersten Mannschaft bescherte dem Bitburger Trainer Sadri Sulejman zum ersten Advent mit Taner Weins einen spielgestaltenden Akteur. Doch am Ende der Partie gegen die SG Ernzen zählte Weins zu den Geschlagenen. „Was wir an Möglichkeiten haben liegen lassen, war schon nicht mehr feierlich“, schimpfte Trainer Sulejman nach der fahrlässigen Chancenverwertung. Die erste Gelegenheit hatte Jugendspieler Christopher Monzel, als er per Kopf nach Flanke von Weins nicht genügend Druck hinter den Ball bekam.

Trotz der Eiseskälte sahen 40 Unentwegte eine kurzweilige und interessante Partie. Doch Ernzen trotzte dem anfänglichen Bitburger Angriffsschwung und kam zu gefährlichen Kontern. Einen dieser Gegenstöße verwertete Torjäger Manuel Padilla nach einer schönen Dreierkombination per Kopf zum 0:1 (17.). Danach hätte der spielfreudige Trainersohn Marius Diederich nachlegen können. Der mit einem starken linken Fuß und sehr viel Gefühl ausgestattete Lenker im Ernzener Spiel führte geschickt Regie und schickte Padilla und Dirk Scholer oft mit genialen Steilpässen auf Reisen. Die Gäste engten den Radius der Bierstädter in der Folgezeit geschickt ein, so dass der FC-Jungbrunnen nicht mehr wie gewohnt zum Zuge kam. Gegen Ende der ersten Hälfte war der FC wieder mehr am Drücker, doch Weins ließ jegliche Präzision bei seinen Schüssen und Freistößen vermissen.

Aufgrund des gut bespielbaren Kunstrasens gestaltete sich die Partie auf technisch ansprechendem Niveau, welches nicht nur vom FCB getragen wurde. Der Bitburger Coach brachte zu Beginn der zweiten Hälfte mit Manuel Schmitt und Michael Wadych zwei offensive Spieler. Ein eingesprungener Direktschuss von Marcel Selmane lenkte Ernzens Schlussmann Thorsten Wagner um den Pfosten, Weins jagte das Leder aus zwölf Metern übers Gebälk.

Doch zum Ausgleich musste ein Konter im eigenen Stadion her: Weins überlief auf der linken Seite die Gästeabwehr und Selmane brauchte nur noch den Fuß zum 1:1 hinzuhalten. Doch fast im Gegenzug nutzte der andere Ernzener Torjäger Dirk Scholer einen abenteuerlichen Fehler von Stephan Götzinger zur erneuten Gästeführung – 1:2 (66.).

Die Bitburger versuchten danach alles, ein Tor gelang ihnen aber nicht mehr. So resümierte FCB-Trainer Sadri Sulejman: „Mit haarsträubenden Fehlern in der Abwehr haben wir nie zu unserem Spiel gefunden“. Pendant Marco Diederich war froh über die Wiederholung des 2:1-Hinspielerfolges: „Nach dem 0:1 haben wir gut reagiert und die Zweikämpfe im Defensivbereich alle gewonnen. Nun haben wir mit 27 Punkten auf Bitburg aufgeschlossen.“tol/alf

FC Bitburg II: Hansjosten – Simon, Plein, Götzinger, Grethen – Selmane, Weber (46. Wadych), Maas, Weins – Molitor (46. M. Schmitt), Monzel.

SG Ernzen: Wagner – Schuster – Schmitt, Husch, Mossal – Bojung, Schmitz (66. Pauly), D. Scholer, Diederich – Padilla (83. Molitor), D. Scholer (70. Eickelpasch).

Tore:
0:1 (17.) Padilla, 1:1 (65.) Selmane, 1:2 (66.) Dirk Scholer

Schiedsrichter: Ingo Zwank (Bollendorf)

Erschienen im Trierischen Volksfreund

SG Ferschweiler fertigt SG Bettingen mit 6:0 ab – Niederlage am Sonntag gegen Mettendorf

ERNZEN. In einem Nachholspiel hat die SG Ferschweiler gegen die SG Bettingen mit 6:0 gewonnen. Ferschweiler unterlag allerdings am Sonntag der SG Mettendorf mit 2:3.

Schon vor der Winterpause sollten sich die beiden Teams aus Ferschweiler und Bettingen gegenüber stehen. Witterungsbedingt musste die Partie damals abgesagt werden – genauso wie der ursprüngliche Nachholtermin. Erst am vergangenen Freitag, dem dritten Versuch, klappte es endlich mit der Austragung des Lokalderbys.
Auf dem Holperacker in Ernzen waren es zunächst die Gäste, die das Spiel machten. In der neunten Minute vereitelte Daniel Padilla im letzten Moment eine Chance des Bettinger Torsten Lowey. Es sollte für lange Zeit die einzige brenzlige Situation im Ferschweiler Strafraum bleiben. In den folgenden Minuten übernahmen die Gastgeber das Kommando auf dem Platz. Besonderes Stürmer Axel Schmitt spielte den Bettinger Verteidiger Sascha Marx immer wieder schwindelig und sorgte für Torgefahr. Schmitt war es auch, der in der 19. Minute nach Vorarbeit von Michael Molitor die Führung erzielte, drei Minuten später das 2:0 nachlegte und in der 37. Minute für einen lupenreinen Hattrick sorgte. Immer wieder kam Schmitt im Bettinger Strafraum unbedrängt zum Abschuss, eine Gegenwehr der Bettinger Verteidiger war praktisch nicht vorhanden. Erst in der zweiten Halbzeit spielten die Gäste wieder nach vorne. Bettingens Marco Nosbüsch erkämpfte sich in der 51. Minute den Ball in der gegnerischen Hälfte, seinen Schuss jedoch parierte Keeper Stefan Molitor. Ewald Bonifas zielte drei Minuten später knapp am rechten Pfosten vorbei. So entschied Ferschweiler das Spiel in der 62. Minute endgültig für sich. Axel Schmitt traf nach einer Ecke per Kopf zum 4:0. Weitere drei Minuten später zirkelte Alexander Schmitz einen Freistoß aus 20 Metern an der Mauer vorbei ins Torwarteck und erwischte den gegnerischen Keeper auf dem falschen Fuß. Die letzten Minuten plätscherte das Spiel vor sich hin. Die Bettinger Marco Nosbüsch (76.) und Florian Kohlhaas (82.) entluden „ihren Frust“ in wiederholten Fouls und wurden deswegen von Schiedsrichter Alexander Ittenbach vorzeitig zum Duschen geschickt. Das halbe Dutzend Tore für Ferschweiler machte Jörg Nussbaum in der 79. Minute voll (per Kopf nach einen Freistoß von Gernot Gierenz).  „Die Niederlage ist auch in dieser Höhe völlig verdient“ gab Bettingens Trainer Peter Zeimens nach dem Spiel zu: „Die Klatsche kam zum richtigen Zeitpunkt. Nach den zuletzt erfolgreichen Spielen wurden wir wieder zurück auf der Boden geholt und wissen jetzt wo wir stehen.“ Als „hochverdient“ bezeichnete Gernot Gierenz den Sieg seiner Schützlinge: „Wir haben als Mannschaft überzeugt. Man hat gesehen, dass wir unbedingt gewinnen wollten.“ Kein Verständnis hatte Gierenz allerdings für die Freitag-Ansetzung. Keine 48 Stunden später musste sein Team am gestrigen Sonntag schließlich schon wieder bei dei SG Mettendorf in Utscheid an treten: „Wir sind zwar keine hoch bezahlten Fußballer, wobei von so einer Entscheidung kann Auf- oder Abstieg abhängen.“ Die Befürchtungen von Trainer Gernot Gierenz haben sich in des bestätigt. Im Spiel gegen die SG Mettendorf am gestrigen Spieltag unterlag Ferschweiler mit 2:3. Bereits nach der ersten Hälfte hatte die Gierenz-Truppe mit 0:3 hinten gelegen.

SG Ferschweiler:

Molitor S., Nussbaum, Feilen, Groben, Mossal, Padilla, Scholer (60. Morgen), Schmitt, Molitor M. (50. Koch), Billen (70 Gierenz), Schmitz
SG Bettingen: Schabo, Fandel (65 Zeimens), Kohlhaas W., Marx (46 Schnarrbach M., Lowey, Friedrich, Bonifas, Schnarrbach E., Schönhofen, Nosbüsch, Kohlhaas F.

Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0 Axel Schmit (19., 22., 37., 62.), 5:0 Alexander Schmitz (65.), 6:0 Jörg Nussbaum (79.)
Besondere Vorkommnisse: gelb-rote Karten für Marco Nosbüsch (76.) und
Florian Kohlhaas (82.), von der SG Bettingen.
Schiedsrichter: Alexander Ittenbach (Idenheim)
Zuschauerzahl: 60

(Quelle: TV 10.04.2006 Bericht von David Bittner)